Als ich mich nach dem Tod meiner Mutter auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage machte, ob es „etwas“ nach dem Tod gibt, stieß ich bei meinen Recherchen auf viele (Jenseits-)Medien. Ich habe mir verschiedene Internetseiten, YouTube-Videos, Artikel, Instagram-Profile und Studien angesehen. Ich war beeindruckt von dem breiten Portfolio an Angeboten, die man bei Medien buchen kann. Es tauchten Begriffe auf, die mir völlig unbekannt waren und von einer Welt zeugten, die mir bis dahin völlig fremd und auch irgendwie surreal war. Besonders spannend war für mich dabei die Frage, wie die Medien zu dem geworden sind, was sie heute sind.
Mir ist aufgefallen, dass die meisten Medien sich nicht einfach so in ihrem Leben entschieden haben, ein (Jenseits-)Medium zu werden, sondern dass viele einen langen Weg gegangen sind. Es ist wie eine Art Schicksal, das sie schließlich dorthin geführt hat, wo ihre Seele sie hin ruft und ihnen offenbarte, wer sie wirklich sind. Dieser Weg zum Medium ist oft von schweren Schicksalsschlägen und Verlusten geprägt. Oder auch von langen Lebensabschnitten, in denen man sich „anders“ oder nicht „normal“ fühlte, weil man Dinge wahrnahm, fühlte, wusste oder hörte, die andere nicht wahrnehmen konnten. Oft ist es, als müsse etwas erst „aufgebrochen“ werden, um zum wahren Kern vorzudringen.
Meine persönliche Reise zur Medialität war ganz genauso.
Obwohl ich mit medialen Fähigkeiten geboren wurde, hat es seine Zeit gebraucht, bis ich selbst erfahren durfte, wie viel mehr es auf der anderen Seite gibt, als ich je für möglich gehalten hätte. Viele schwere Schicksalsschläge haben dazu geführt, dass mein Leben von einem Tag auf den anderen Tag nicht mehr das war, was es einmal gewesen ist.
Rückblickend bin ich so Stück für Stück auf den Weg zu meiner Medialität geführt worden und habe Menschen getroffen, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben. Meine Trauerbegleiterin machte mich auf Bettina Suvi-Rode aufmerksam und plötzlich nahm alles seinen Lauf. Durch Bettina habe ich von meiner medialen Gabe erfahren und Antworten gefunden, warum so viele Schicksalsschläge in meinem Leben passiert sind. Nichts geschieht ohne Grund. Ich begann eine mehrjährige Ausbildung zum Medium. In dieser Zeit lernte ich viele andere Medien kennen, die Ähnliches erlebt hatten.
Ein Medium ist also niemand, der auf dem Jahrmarkt in eine Glaskugel blickt, um die Zukunft vorherzusagen. Medien sind wie ein Kanal zwischen "unserer Welt" und der geistigen Welt. Sie erhalten Informationen und Botschaften von verstorbenen Seelen und der geistigen Welt und geben diese weiter. Das kann z.B. in einem sog. Aura-Reading, Jenseitskontakt, Channeling in Einzelsitzungen oder auf der Bühne stattfinden. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Formen der spirituellen Arbeit als Medium, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.
Was ist eine Aura – und wozu dient ein Aura-Reading?
Jeder Mensch trägt eine Aura – ein energetisches Feld, das uns umgibt und viel über unseren emotionalen, mentalen und spirituellen Zustand verrät. Man kann sie sich wie eine Art feine, farbige Hülle vorstellen, die ständig in Bewegung ist und auf unsere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen reagiert. Ein Aura-Reading hilft dabei, dieses Energiefeld bewusster wahrzunehmen. Dabei werden Informationen sichtbar, die oft unbewusst in uns wirken – wie zum Beispiel alte Blockaden, unausgesprochene Gefühle oder innere Stärken, die noch mehr Raum bekommen dürfen. Das Reading kann Klarheit schaffen, neue Impulse geben und dabei unterstützen, wieder mehr in Balance zu kommen – auf allen Ebenen.
Jenseitskontakte - eine heilsame Verbindung zu verstorbenen Seelen
Ein Jenseitskontakt bietet die Möglichkeit, noch einmal mit einem verstorbenen Menschen in Verbindung zu treten. Viele suchen diesen Kontakt, um Antworten auf offene Fragen zu bekommen, Trost zu finden oder einfach zu spüren, dass ihre Liebsten noch da sind – nur auf einer anderen Ebene. Durch die Botschaften aus der geistigen Welt entsteht oft ein tiefes Gefühl von Frieden, Heilung und Verbundenheit.
Was ist ein Channeling – und wozu dient es?
Channeling bedeutet, Botschaften aus der geistigen Welt zu empfangen und weiterzugeben. Dabei "kanalisiert" das Medium Informationen von höheren Ebenen – etwa von Geistführern, Engeln oder anderen lichtvollen Wesen. Ein Channeling kann Klarheit in bestimmten Lebenssituationen bringen, persönliche Entwicklung fördern oder spirituelle Impulse geben. Es dient dazu, sich wieder mehr mit der eigenen inneren Wahrheit und dem größeren Ganzen zu verbinden.
Sensitivität vs. Medialität - Was ist der Unterschied?
In der Arbeit als Medium ist es besonders wichtig, zwischen Sensitivität und Medialität zu unterscheiden. Sensitivität ist die Fähigkeit, Energien, Stimmungen und Gefühle besonders fein wahrzunehmen. Sensible Menschen spüren oft intuitiv, was in ihrem Gegenüber vorgeht, ohne dass es ausgesprochen werden muss. Auch Orte oder Räume, an denen sich sensible Menschen besonders wohl oder unwohl fühlen, können sie wahrnehmen.
Während sich Sensitivität auf die Wahrnehmung von Energien im Hier und Jetzt konzentriert, geht Medialität noch einen Schritt weiter. Mediale Menschen haben die Fähigkeit, Informationen aus der geistigen Welt zu empfangen. Sie können zum Beispiel Botschaften von verstorbenen Seelen oder der geistigen Welt übermitteln.
Jenseitsmedien sind wie eine Verbindung zwischen "unserer Welt" und der geistigen Welt. Sie empfangen Informationen und Botschaften von verstorbenen Seelen und geben diese im Jenseitskontakt an die Hinterbliebenen weiter. Dabei arbeiten sie sehr individuell. Manche empfangen Bilder oder Symbole (Hellsehen), andere erhalten intuitiv Gedanken oder klares Wissen über eine bestimmte Situation (Hellwissen) oder spüren, wie sich jemand gefühlt hat (Hellfühlen). Daneben gibt es noch weitere so genannte Hellsinne wie das Hellhören, Hellschmecken oder Hellriechen. Die Hellsinne sind bei den Medien unterschiedlich stark ausgeprägt und meist ist es eine Mischung verschiedener Hellsinne bei einem Jenseitskontakt, mittels derer die Informationen und Botschaften empfangen werden.
Während es also bei der Sensitivität um die Wahrnehmung feiner Energien und Stimmungen geht, schlägt die Medialität eine Brücke zur geistigen Welt, wobei die Medialität eine Sensitivität voraussetzt. Vielleicht lohnt es sich, einmal in dich hineinzuhorchen: wo findest du dich selbst wieder?
Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, sich mit der geistigen Welt zu verbinden – wir müssen uns nur wieder erinnern. Medialität ist kein Privileg, sondern ein Teil unseres natürlichen Seins. Deshalb begleite ich in meinen Seminaren auch Menschen, die ihre eigene Sensitivität entdecken oder vertiefen möchten. Es erfüllt mich zutiefst, zu sehen, wie Teilnehmer:innen beginnen, ihrer Intuition zu vertrauen, erste Kontakte wahrnehmen und über sich hinauswachsen.
Der Weg der Medialität ist auch ein Weg der Selbsterkenntnis. Wer sich mit der geistigen Welt verbindet, begegnet oft auch den eigenen Schatten, Ängsten und Wunden. Doch gerade in dieser ehrlichen Auseinandersetzung liegt so viel Kraft und inneres Wachstum.
Worauf sollte man bei der Suche nach einem Medium beachten?
Wenn man schließlich den Mut gefasst hat, ein Medium für beispielsweise einen Jenseitskontakt aufzusuchen, steht man vor der großen Frage, woran man ein gutes Medium erkennt. Das wohl wichtigste Kriterium ist eine langjährige Ausbildung. Und damit meine ich nicht Wochenendseminare, sondern tatsächlich eine Ausbildung und Übungspraxis, die über mehrere Jahre hinweg geht.
Warum ist das so wichtig?
Häufig wird man mit dem Argument konfrontiert, dass man schon als Kind diese Fähigkeiten besitzt. Dennoch sind Jenseitskontakte wie eine Fremdsprache, die man erst einmal lernen muss. Vor allem geht es darum, zwischen Fantasie und Realität zu unterscheiden und seine eigene Persönlichkeit in den Hintergrund stellen zu können.
Seriöse Medien brauchen niemals vorab Namen, Gegenstände oder andere Informationen. Medien erfahren aus dem Kontakt, warum du gekommen bist. Darüber hinaus übermitteln seriöse Medien niemals Botschaften, die Angst machen. Die geistige Welt ist immer zu deinem höchsten Wohl da und möchte Liebe und Heilung geben. Sie brauchen keine "special effets" und meist ist es gar nicht so einfach, schnell einen Termin zu bekommen. Denn gute Medien sind größtenteils sehr gut gebucht und werden sehr oft weiterempfohlen. Hör auf dein Bauchgefühl. Solltest du vorab ein schlechtes Gefühl haben oder das Medium ist dir nicht sympathisch, dann vereinbare keine Sitzung. Ein seriöses Medium weiß, dass ein Jenseitskontakt so individuell ist, wie die verstorbenen Menschen selbst. Manchmal gibt es Umstände, die dazu führen, dass kein Kontakt zustande kommt. In diesen Fällen sollte es immer eine Geld-zurück-Garantie geben.
Ich hoffe, dir mit diesem Blog-Beitrag ein bisschen mehr Klarheit geschaffen zu haben. Wenn noch Fragen offen geblieben sind, freue ich mich über deine Nachricht. Sollte es jemanden in deinem Umfeld geben, für den dieser Beitrag ebenso inspirierend oder wertvoll sein könnte, würde ich mich sehr freuen, wenn du ihn teilst.
Es ist mir ein Herzensanliegen, die Arbeit von Medien verständlich und greifbar zu machen und andere Menschen durch meine Arbeit zu einer neuen Sichtweise auf das Leben und den Tod zu inspirieren. Mehr über mein Angebot und meine Arbeit als Medium findest du auf meiner Webseite.
Deine Jessica
